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Catch and Release in Deutschland.
Kaum ein anderes Thema erhitzt die Gemüter der deutschen Angler heutzutage mehr. Viele Angler berufen sich darauf, jeden gefangenen und maßigen Fisch außerhalb der Schonzeiten oder Mindestmaße mitnehmen zu müssen. Eine uneinheitliche Rechtsprechung und Behördenpraxis tun ihr Übriges.

Eine andere und wohl die verbreitetste Handlungsweise ist eine selektive Entnahme der gefangenen Fische. Dazu zählt, lieber einen mittelgroßen Hecht als 2 Hechte von 45 cm zu entnehmen oder eventuell einen 10-pfündigen Spiegelkarpfen einem 40 Pfünder vorzuziehen. Oder es werden nur die Fische entnommen, auf die gezielt geangelt wurde und eventuelle Beifänge (Brassen beim Aalangeln, Schleie beim Karpfenansitz oder Barsche bei der Hechtpirsch) werden zurück gesetzt.

Eine weitere Kategorie Angler setzt getreu dem Motto: "Wenn du einen großen Fisch fangen willst, musst du kleinere schwimmen lassen", alle gefangenen Fische zurück.

Alle Handlungsweisen lassen sich bei Raubfisch- und Friedfischanglern als auch bei Fliegenfischern feststellen. In vielen Nachbarländern ist das zurück setzen des Fanges zur Normalität geworden und dort wird seit langem auch gesetzeskonform gehandelt.

In vielen Landesteilen Hollands ist die Entnahme von Hechten und Zandern untersagt oder wird sehr ungern gesehen, auf den britischen Inseln, Skandinavien oder Frankreich ist eine selektive Entnahme oder die Einhaltung spezieller Schonmaße für einzelne Fischarten auf dem Vormarsch, was sich nachhaltig und äußerst positiv auf die Gewässer und deren Flora und Fauna auswirkt.

Man stelle sich vor, wie viel Leben noch in den Gewässern verbliebe, wenn jährlich ca. 4,5 Millionen Angler in Deutschland ihren gefangenen Fisch verwerten würden, abgesehen von einer "sinnvollen" Verwertung eines ungewollten Beifanges. Die meisten deutschen Gewässer wären in wenigen Jahren leergefischt, denn durch Neubesatz mit Brutfisch oder vorgestreckter Brut wäre dieser Schaden nicht zu beheben - ganz zu schweigen von der Unmöglichkeit solche Besatzmaßnahmen finanziell zu realisieren.

Nicht zu vergessen sind die teilweise sehr empfindlichen ökologischen Systeme, deren bloßes Funktionieren und deren Gleichgewicht auf einen Fischbestand oberhalb gewisser Stückzahlen und Größen angewiesen ist.

Wir von Catch & Release möchten durch unsere Öffentlichkeitsarbeit an beiden Punkten eine Veränderung herbeiführen, die dem Tier, dem Gewässer, der Natur und dem begeisterten Angler zu Gute kommt!

Catch & Release steht für:
- einen bewussten Umgang mit gefangenen Fischen
- eine selektive Entnahme
- flexible bzw. angepasste Schonzeiten
- bessere Fischbestände

Mit Ihrer Unterstützung werden wir gemeinsam die notwendigen Grundlagen für eine fischreiche Unterwasserwelt realisieren. Zum Wohle der Gewässer und natürlich zum Wohle unserer Kinder, die ein angeborenes Recht auf eine ökologisch funktionierende Natur haben, denn Wasser ist Leben...

Helfen Sie mit! www.catch-release.de


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