Aland, Leuciscus idus.

Der Aland wird von den meisten Fliegenfischern wenig beachtet. Doch gerade im Frühjahr, werden gewichtige Alande mit einer tief angebotenen Nymphe gefangen.

Artbeschreibung
Der Aland gehört zu den so genannten Weißfischen. Er besitzt einen dunklen Rücken und z. T. rötlich gefärbte Flossen. In Gartenteichen und Zierfischbecken findet eine vollständig rot gefärbte Variante des Alands, die Goldorfe, weite Verbreitung. Der nach innen gewölbte (konkave) Rand der Afterflosse ist insbesondere bei Jungfischen ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal zum Döbel. Alande haben einen gestreckten, leicht hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper mit einem kleinen endständigen Maul. Die Iris ist golden, was den Aland gut von der Plötze (Rotauge) unterscheidet. Die Schuppen des Alands sind auffallend klein und zahlreich. Alande werden bis 10 Jahre alt, 60 cm lang und 2 - 3 kg schwer, maximal werden bis 70 cm Länge und 6 kg Masse erreicht.

Biotopansprüche und Lebensweise
Alande ernähren sich überwiegend von wirbellosen Organismen wie Insektenlarven, Muscheln und Schnecken. Große Exemplare nehmen auch kleine Fische auf. Der Aland besiedelt bevorzugt den Unterlauf von großen Fließgewässern, die sogenannte Bleiregion. Hier dringt er bis in die Stillwasserbereiche von Altwässern und durchflossenen Seen vor. Aber auch in Bächen, Gräben oder Kanälen findet er noch geeignete Lebensbedingungen. Die Geschlechtsreife wird nach 3 bis 5 Jahren erreicht. Während der Laichzeit im April tragen die Milchner einen feinkörnigen Laichausschlag an Kopf, Rumpf und Brustflossen. Die bis über 100 000 Eier pro Rogner werden bevorzugt an Wasserpflanzen geheftet, bei deren Fehlen auch an andere feste Substrate wie Wurzeln oder Steine.

Bestandsentwicklung
Heute sind Alande in allen potenziell für sie geeigneten Brandenburger Gewässern präsent. Ihre Vorkommen konzentrieren sich auf große Fließgewässer und die durchflossenen Seen. Die festgestellten Häufigkeiten des Alands entsprechen in etwa den wenigen vorhandenen historischen Fangdaten. Die Bestandsentwicklung verlief in den letzten Jahren positiv, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Verbesserung der Wasserqualität zurückzuführen ist. Von Querbauwerken waren die Bestände des Alands bereits historisch weniger beeinflusst als die der anderen Flussfischarten, weil Alande keine weiten Laichwanderungen durchführen und auch keine Spezialisierung bezüglich des Laichsubstrates aufweisen. Der Aland hat keine wirtschaftliche Bedeutung. Deshalb werden seine Fänge in kommerziellen Statistiken häufig nicht separat ausgewiesen. Insbesondere in großen Seen mit Verbindung zu Fließgewässern könnten daher weitere, bisher nicht erfasste Vorkommen präsent sein.

Text aus: "Fische in Brandenburg" - Verbreitung und Beschreibung der märkischen Fischfauna.
Mit freundlicher Genehmigung des Institutes für Binnenfischerei Potsdam.



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