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Der Rheinsberger Rhin.
Der Rheinsberger Rhin ist von Rheinsberg/Obermühle bis zur Brücke Zippelsförde als Salmonidengewässer ausgeschildert. Dieser Seenabflussbach ist eines der am wenigsten verbauten Fliessgewässer Brandenburgs. Er fließt in einem schmalen Tal und wird überwiegend von Erlenbruch begleitet. Zwischen Zechow und Rheinshagen finden nicht nur Anfänger, in den reizvollen Wiesenabschnitten optimale Bedingungen, wenn das leidige Problem mit dem sehr starken Bootsverkehr nicht wäre. Kommerzielle Kanuverleiher vermarten den Rhin als Paddelparadies, das jedoch für ungeübte Kanuten nur schwer zu beherrschen ist. Wenn Ihr den Rhin einmal besuchen wollt überlegt genau wann Ihr dort Eure Fliegen wässern wollt. Der Rheinsberger Rhin war nie einfach zu befischen aber er hatte immer einen guten Fischbestand. Obwohl der Rheinsberger Rhin rasch fließt und schöne Kiesbänke hat, sind die Bedingungen für die natürliche Vermehrung der Forellen keineswegs optimal. Wie das Institut für Binnenfischerei vor einigen Jahren herausfand, kommt es gerade im Winter regelmäßig zu Sauerstoffmangel im Sediment, so dass der Forellenlaich größtenteils abstirbt. Der Bachforellenbestand des Rhins war deshalb schon immer mehr oder weniger von Besatz abhängig. Früher erfolgte dieser mit ein- und zweisömmrigen Jungfischen, die in naturnahen Bächen und schnellfließenden Gräben der näheren Umgebung aufgezogen wurden. Diese traditionelle, aber aufwendige Form der Bestandspflege wird heute leider, aus verschiedenen Gründen, am Rhin nicht mehr praktiziert. Man besetzt statt dessen größere Satzfische aus einer Fischzuchtanlage.


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Neue Schonstrecken am Rheinsberger Rhin!!!



Aus naturschutzfachlichen Gründen war es erforderlich, am Rheinsberger Rhin kurzfristig wieder eine Schonstrecke einzurichten. Diese liegt im unteren Gewässerabschnitt und beginnt ca. 300 m oberhalb der Försterei Rägelsdorf und endet ca. 300 m oberhalb des Restaurants Jägerhof.

Innerhalb der Schonstrecke ist die Ausübung der Angelfischerei ganzjährig untersagt. Darüber hinaus werden alle Angler gebeten, den betreffenden Bereich generell zu meiden, diesen nicht zu begehen, zu befahren oder sich in diesem aufzuhalten.

Wer illegales Befahren (Befahren außerhalb der zugelassenen Zeiten, stromauf oder mit nicht zugelassenen Bootstypen) feststellt, kann sich telefonisch an folgende Stellen wenden:
Naturpark Stechlin-Ruppiner Land, Tel. 033931 / 34480
Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Untere Wasserbehörde, Tel. 03391 / 6880


Unter: Tel. 033082 - 40716 werden Infos zum Wasserstand am Rhin durchgesagt!!!

Auszug aus dem Amtsblatt für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin
vom 17. April 2002, Nummer 3 / Woche 16, Seite 4


2.4. Anordnung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin zur Beschränkung des Gemeingebrauchs des Rheinsberger Rhins

1. Aufgrund des 44 Satz 1 Nr. 1, 3 und 4 und Satz 2 des Brandenburgischen Wassergesetzes (BbgWG) vom 13.07.1994 (GVBI. für das Land Brandenburg Teil I Nr. 22 S. 302), zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28.06.2000 (GVBI Bbg. Teil I Nr. 6 S. 90) wird folgende Beschränkung des Gemeingebrauchs am Rheinsberger Rhin auf dem Abschnitt zwischen Rheinsberg (Obermühle) bis zum Wehr Zippelsförde angeordnet:
a. Das Befahren des Rheinsberger Rhins ist mit 1-er und 2-er Kajaks gestattet. Alle größeren und schwereren sowie mit Stechpaddel angetriebenen Fahrzeuge sind verboten. Vorhandene Steuer sind hochzuziehen, sofern sie tiefer als die Kiellinie gefahren werden.
b. Das Befahren des Rheinsberger Rhins mit allen Wasserfahrzeugen ist verboten, wenn am Unterpegel des Wehres der Rheinsberger Obermühle ein Pegelstand von 65 cm unterschritten wird. c. Der Rheinsberger Rhin darf nicht entgegen der Strömung befahren werden.
d. Das An- und Ablegen sowie das Betreten der Ufer ist nur an den hierfür vorhandenen und gekennzeichneten Ausstiegstellen erlaubt.
e. Das Betreten des Flussbettes ist verboten.
f. In der Zeit vom 1. November bis zum 15. Juni gilt das Fahrverbot für alle Wasserfahrzeuge, sowie in der Zeit vom 16. Juni bis 31. Oktober täglich von 19.00 Uhr bis 09.00 Uhr.

2. Die sofortige Vollziehung dieser Verfügung wir angeordnet.
3. Für den Fall der Zuwiderhandlung gegen Ziffer 1. Buchst. a. bis f. dieser Anordnung wird ein Zwangsgeld von jeweils 80 Euro angedroht.
4. Diese Anordnung tritt am Tag nach der Bekanntmachung im Amtsblatt für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Kraft.
Die Begründung dieses Verwaltungsaktes kann während der Sprechzeiten jeweils dienstags von 8.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 17.00 Uhr sowie donnerstags von 8.30 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr im Umweltamt der Kreisverwaltung im Raum 334 der Neustädter Straße 14 in Neuruppin eingesehen werden.

Rechtsbehelfsbelehrung:
Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist beim Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Virchowstraße 14-16, 16816 Neuruppin schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen. Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung.

Neuruppin, den 28.03.2002

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