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Der Finowkanal. Der Finowkanal ist für viele Angler ein beliebtes Angelrevier vor den Toren Berlins. Er ist gut zu erreichen und hat einen hervorragenden Fischbestand. Neben vielen Weißfischen hat das Gewässer einen ausgezeichneten Bestand an Barschen und Hechten. In den Herbstmonaten verspricht der dichte Hechtbestand eine gute Angelei, auch mit der Fliegenrute. Langer Trödel wird der Kanalabschnitt von Liebenwalde bis Zerpenschleuse genannt. Hier ist der Finokanal stark zugewachsen und für Uferangler nur eingeschränkt zugänglich. Der alte Treidelweg ist an vielen Abschnitten zu einem Fahrradweg ausgebaut und macht eine Zugang auch an entlegene Kanalstrecken sehr einfach. Zu erreichen ist der Finowkanal über Liebenwalde, Zerpenschleuse, Marienwerder, Finowfurt oder Eberswalde-Finow. Im Gewässerverzeichnis des LAVB ist der Finowkanal in drei Abschnitte eingeteilt. F 03-202 Finow-Kanal von km 57,4 bis 63,57 (Gesamt bis km 88,7) bei Zerpenschleuse, Ruhlsdorf, Marienwerder F 03-203 Langer Trödel im Bereich Niederbarnim F 04-202 Finow - Kanal von km 63,57 - 88,7 (Gesamt ab km 57,4), von Finowfurt bis Lieper Schleuse Größere Kartenansicht |
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Der erste Finowkanal wurde 1605 bis 1620 erbaut und war die erste künstliche Verbindung zwischen zwei
deutschen Stromgebieten (Havel und Oder). Der Kurfürst Joachim Friedrich erteilte 1603 die Order, die
Havel bei Liebenwalde über das Flüsschen Finow mit der Oder zu verbinden. Bereits 1609 war die
Verbindung von Liebenwalde bis zur Finow einschließlich des Baues von fünf Schleusen bis Finowfurt
fertiggestellt. Infolge des Dreißigjährigen Krieges wurde der Kanal fast vollständig zerstört und die
einzelnen Kanalabschnitte verfielen. Der Finowkanal geriet in Vergessenheit. 1743 wurde der Kanal durch
Erlass Friedrichs II. wieder erbaut. Die Gesamtlänge des Kanals betrug zu seiner Bauzeit ca. 43 Kilometer,
es hatte ein Höhenunterschied von 38 Meter, der mithilfe von zehn Schleusen zu überbrücken war. In den
Jahren 1841 bis 1850 wurden durchschnittlich 14.000 Kähne und ca. 53.000 Floßhölzer geschleust, ab 1845
erfolgten auch Nachtschleusungen. Ab 1874 wurde dann der Bau einer zweiten parallelen Schleuse je
Staustufe begonnen. Mit dem 1914 errichteten Oder-Havel-Kanal verlor der Finowkanal zusehends an Bedeutung. Der modernere Kanal bietet Platz für größere Schiffe, hat wesentlich weniger Schleusen und ist somit wirtschaftlicher. Lediglich einige Betriebe, die direkt am Finowkanal lagen, wurden noch angesteuert. 1972 kam der kommerzielle Schiffsverkehr völlig zum Erliegen. Quelle: Wikipedia Detailliertere Infos zur Geschichte des Finowkanals findet Ihr bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Finowkanal Fotos: 1, 2, 3 Fabian Völker 4 Mario Mücke |
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