Landinsekten - Terrestrials, die besten Imitationen.
Auf dieser Seite möchte ich Euch meine erfolgreichsten Terrestrials vorstellen. Auch hier wieder eine Bitte: gebt nicht jeder neu gebunden Fliege einen Namen. Wer soll sich die alle merken?
Meiner Erfahrung nach fischen Imitationen von Landinsekten in den Hochsommermonaten am erfolgreichsten. Zu dieser Zeit sind am helllichten Tag kaum Eintags- und Köcherfliegen am Wasser zu beobachten. Solltet Ihr einen steigenden Fisch ausmachen, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Landinsekten steigen. Ich fische Terrestrials an einer Schwimmschnur mit einem bis auf die letzten 40 cm gefetteten Vorfach. Um große Hopper bei starkem Wind zu präsentieren, benutze ich ein max. 1 Meter langes und 0,30 mm starkes Vorfach. Der Hopper sollte hart auf der Wasseroberfläche abgelegt werden, um bei den Fischen Aufmerksamkeit zu erregen. Er eignet sich hervorragend dazu, ein Gewässer "blind" abzusuchen. Ameisen und kleinere Käfer verlangen keine spezielle Vorfachmontage oder Anbieteweise.

Foto und Fliege von Mario Mücke. Grashopper, ein ziemlich großes Muster (Hakengrösse 10) mit Foamkörper, Rehhaarkopf, geknoteten Gummibeinen und Flügel aus Antrongarn. Schwimmt wie eine Pose. Wenn nichts geht, bringt vielleicht diese Grillenimitation noch einen Fisch zur Oberfläche. Das Muster sollte ruckartig bewegt gefischt werden. Was nach diesem Muster steigt, hat einige Pfund auf den Gräten, deshalb sollte die Vorfachspitze nicht unter 0,25 mm stark sein.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Grashopper, dieses Muster ist etwas zierlicher (Hakengrösse 12 bis 14) und imitiert die überall häufigen kleineren Grashüpfer. Mitte Juni sind ihre Körper noch Grün, zum Ende der Saison geht ihre Farbe in ein helles Braun über. Foamplatten sind in allen Farben in gut sortierten Bastelgeschäften sehr preiswert erhältlich. Mit der richtigen Technik verarbeitet es sich auch sehr gut und schwimmt besser als jedes Naturmaterial. Einen Flügel binde ich nur als Sichthilfe ein. Vom Gewässergrund dürften die Fische einen Flügel sowieso nicht wahrnehmen.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Black Ant, hier eine schwarze Ameise. Schwarze Fliegen sind auf dem Wasser sehr schwer zu verfolgen, deshalb binde ich einen hellen Signalflügel ein. Körper aus Foam, braune Hechel und Flügel aus hellem Antron. Hakengrösse 12 bis 18.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Red Ant, eine rote Ameise. Der Körper ist hier aus rotbraunem Dubbing gesponnen. Um eine bessere Schwimmfähigkeit des Musters zu erreichen, habe ich einen Flügel aus CDC eingebunden. Hakengrösse 12 bis 18.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Beetle, ein gutes Allroundmuster. Mit farbigem Foam ließe sich der Körper in beliebigen Farben dem natürlichen Käferaufkommen anpassen. Signalflügel aus hellem Antron. Hakengrösse 10 bis 18.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Chernobyl Ant, ein amerikanisches Muster, das "irgendetwas" Großes imitiert. Geht als Hopper, als große Steinfliege oder als kleiner Oberflächenstreamer. Das Muster sollte in jedem Fall bewegt gefischt werden. In Brandenburg gut für große Döbel.
Nichts für Puristen. Hakengrösse 6 bis 12.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Chernobyl Ant, hier noch einmal in der Seitenansicht. Die Fliege ist einfach zu binden. Die Farben des Foams und der Gummibeine sind Geschmackssache. In den USA werden damit in großen schnellen Flüssen Forellen gefangen. Hakengrösse 6 bis 12.


Viel Erfolg wünscht Euch Mario Mücke.



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