Fische, Lurche und Säugetiere, die besten Streamer.
In den letzten Jahren beschränke ich mich auf eine relativ kleine Auswahl an erprobten Mustern und experimentiere eher selten mit neuen Streamern. So kann ich mich am besten auf die Technik und Taktik des Streamerfischens konzentrieren, denn auch sie ist sehr anspruchsvoll. Ein Streamer sollte sich gut werfen lassen und er muss verführerisch im Wasser spielen. Sehr selten habe ich erlebt, dass nur ein bestimmter Streamer Fische gefangen hat. Viel wichtiger war in den meisten Situationen die gute Präsentation.
Ruten der Klasse 5 und 7 decken bei uns alle fischereilichen Situationen ab. Eine 9er Rute kommt nur in großen Gewässern (Seen oder Bodden) oder beim Fischen mit schweren Sinkschnüren zum Einsatz. Das Vorfach wähle ich in Stärke und Länge passend zur angeknüpften Fliege. Große, schwere Fliege = dickes, kurzes Vorfach (1 bis 1,5 Meter lang/0,35 mm dick) und kleine, leichte Fliege = langes, dünnes Vorfach (1,5 bis 2,5 Meter lang/0,25 mm dick). An großen Gewässern bevorzuge ich ein Schusskopfsystem mit monofiler Runnigline und einen Schusskorb.

Foto und Fliege von Mario Mücke. Hecht-Deciver, das Original von Lefty Kreh, wird mit einem Schwanz aus Sattelhecheln gebunden. Ich binde dieses Muster mit einem Schwanz aus einem Kaninchenfellstreifen, einem Körper aus Flash-Chenille und einem Kragen aus Bucktail. Bei Bedarf beschwere ich die Fliege mit Kettenaugen. Die Farben der einzelnen Komponenten sind beliebig austauschbar. Ich hatte die besten Erfolge beim Hechtfischen mit dem abgebildeten Muster.
Hakengrösse 1 bis 6/0.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Matuka Bunny, meine Lieblingshechtfliege. Ich fische sie ausschließlich in dieser Farbkombination, mit wenigen pearl-farbenen Spectraflash-Fasern. Durch den relativ schlanken Aufbau taucht das Muster sehr gut ab. Der Zonker Stripes sollte sehr lange Haare haben, diese geben der Fliege mehr Volumen. Um das lästige Verfangen des Kaninchenfellstreifens hinter dem Hakenbogen zu vermeiden, binde ich einen sehr kurzen Streifen ein.
Hakengrösse 1 bis 6/0.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Poly-Hechtstreamer, dieses Muster imitiert einen Weißfisch. Die Möglichkeiten, die uns die modernen Kunstfasermaterialien geben, sind noch lange nicht ausgereizt. Dieses Muster benutze ich, wenn meine Reizfliegen (s. o.) keinen Biss provozieren. Gute Hechtfliege.
Hakengrösse 1 bis 6/0.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Poly Minnow, eine gute Fischchenimitation. Fängt alles und ist einfach zu binden. Die Fasern wähle ich nach dem zu befischenden Gewässer - weicher für stehende Gewässer und härter für fließende Gewässer. Mit transparenter Fenstermalfarbe werden die Augen angeklebt und dann der Kopf überzogen, das hält bombenfest.
Hakengrösse 10 bis 6/0.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Muddler Minnow, der Klassiker, hier in einer Hairwing-Variante. Fängt sehr gut Döbel, Rapfen und Forellen. Kann an Sink- und Schwimmschnur gefischt werden. Imitiert alles und nichts, Fische, Insekten und auch eine Maus.
Hakengrösse 2 bis 12.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Slider rot, eine meiner Lieblingsfliegen zum Rapfenfischen. Die konischen Foamköpfe gibt es fertig im Fachhandel zu kaufen. Flügel aus Buck- und Calftail. Bewegt fischen!
Hakengrösse 6 bis 1/0.
Fliege von Thomas Lost. Slider oliv, ein Muster von Thomas Lost. Er drechselt die Sliderköpfe aus Balsaholz und bindet den Körper und den Schwanz aus Sattelhecheln. Eine sehr leichte, gut zu werfende Fliege. Gute Rapfenfliege, bewegt fischen.
Hakengrösse 4 bis 1.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Rapfenpopper, ein sehr voluminöses Muster. Schiebt eine schöne Welle an der Oberfläche vor sich her. Über den Foamkörper ist ein Spectraflash-Schlauch geschoben worden, dieser reflektiert Licht in alle Richtungen. Die Augen und der Schlauch werden mit Softex fixiert. Flügel aus Bucktail. Ruckartig führen, dann kann kein Fisch diese Fliege übersehen/überhören. Wird auch als Frosch von den Fischen genommen.
Nichts für Puristen. Hakengrösse 6 bis 1/0.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Rapfenpopper, hier ein leichteres, einfacher zu bindendes Muster. Ich benutze für diese Fliege "Rainy's Popperfoam". Das elastische Material lässt sich mit einem Faden anwinden und muss nicht geklebt werden. Sattelhecheln bringen wenig Volumen und Gewicht auf den Fliegenhaken. Ich empfehle dieses Muster für Gewässer, an denen ständig weit geworfen werden muss (große Flüsse, z. B. die Oder).
Hakengrösse 6 bis 1/0.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Woolly Bugger, einer der universellsten Streamer überhaupt. Dürfte ich nur mit einer Fliege fischen, wäre das ein Woolly Bugger. Es gibt wohl keinen Fisch, der sich mit dieser Fliege nicht fangen lässt. Imitiert verschiedene Beutetiere, wie: Egel, Fischchen, Kaulquappen und Libellenlarven. Bitte benutzt nur die weichsten Marabou- und Hechelfedern, diese spielen am besten. Sehr empfehlenswert sind auch Marabou-Grizzly-Federn. Hier sind meine Favoriten.
Hakengrösse 1 bis 14.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Foto und Fliege von Mario Mücke.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Foto und Fliege von Mario Mücke.


Viel Erfolg beim Binden und Fischen wünscht Euch Mario Mücke.



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