Die Maifliege - Ephemera danica, die besten Imitationen.
Ich bin ein Freund moderner Fliegenmuster. Aus diesem Grund findet Ihr hier keine klassischen Maifliegenimitationen. Gewiss fangen die alten traditionellen Fliegen, wie French Partridge, auch ihren Fisch aber mich begeistern die unerschöpflichen Gestaltungsmöglichkeiten, die moderne Bindematerialien erlauben.
Wie sieht eine gute Maifliegenimitation aus? Meiner Meinung nach sollte sie den Umriss, die Farbe und die Transparenz des Insekts perfekt nachahmen, sie sollte gut schwimmen und sie sollte einfach zu binden sein.
Das ist alles, denn in den ersten Tagen der Maifliegenzeit sind viele Fische nicht sehr wählerisch. Haben sich die Forellen erst einmal auf die großen Insekten eingestellt, nehmen sie die angebotenen Muster sehr vehement. In häufig begangenen Gewässerstrecken oder zum Ende der Maifliegezeit können Forellen sehr heikel sein. Bei der geringsten Störung (Bodenerschütterung, Schatten, unsauber präsentierte Fliege) stellen sie die Nahrungsaufnahme ein, um vielleicht eine halbe Stunde später mit dem Steigen wieder zu beginnen. Ich benutze eine Rute der Klasse 5, eine schwimmende Keulenschnur (Triangel-Taper) und ein 350 cm langes Vorfach. Die Stärke des Vorfaches richtet sich nach dem zu beangelnden Gewässer. In der stark verkrauteten Dosse benutze ich eine 0,30 mm!!! dicke Spitze. Damit lassen sich auch gute Fische druckvoll drillen und ein Abtauchen in die dichten Pflanzenbestände verhindern. Eine Scheu vor dem dicken Monofil konnte ich bisher nicht beobachten. Egal wo Ihr zur Maifliegenzeit fischt, mit großen Fischen ist gerade jetzt immer zu rechnen. Lasst Euch nicht von winzigen Ringen narren, oftmals verbirgt sich darunter ein dicker Brocken.
Meinen Beobachtungen nach haben die Maifliegenbestände in Brandenburg zugenommen, wobei sich starke und schwache Jahrgänge beobachten lassen. Gute Populationen findet Ihr an der Plane, der Buckau, dem Hammerfließ, der Nuthe, dem Rheinsberger Rhin, der Dömnitz, der Stepenitz und der Dosse. An vielen Brandenburger Gewässern beginnt die Maifliegenzeit Ende Mai und dauert bis Mitte Juni. Schwankungen von bis zu 14 Tagen sind nicht ungewöhnlich und hängen vom Wasserstand und der Witterung ab.

Foto und Fliege von Mario Mücke. Extended-Body Emerger, eine Imitation des sich aus der Exhuvie befreienden Imagos. Imitiert auch eine todgeborene Maifliege (Stillborn).
Hakengrösse 12 bis 6.
Foto und Fliege von Mario Mücke. CDC-Maifliege, ein komplett aus CDC-Federn gebundenes Muster. Schwimmt sehr gut und imitiert Duns und Spinner.
Hakengrösse 12 bis 6.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Extended-Body Maifliege, in einer sehr sparsamen Bindeweise für heikle Fische. Der Einfachheit halber habe ich auf die Imitation der Schwanzfäden verzichtet. Die Flügel sind mit wenigen CDC-Fibern angedeutet und nur wenige Hechelfibern einer oliven Hechel imitieren die Beine des Imagos.
Hakengrösse 10 bis 6.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Extended-Body Maifliege, hier ein üppig gebundenes Muster. Körper aus gelben Foam, Flügel und Hechel aus CDC, ein Schwanz aus Schweineborsten. Diese Muster schwimmen sehr hoch und ist auch in der Dämmerung gut zu verfolgen.
Hakengrösse 10 bis 6.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Extended-Body Maifliege, hier ein Muster mit einem Körper aus Bucktail, Flügel aus Rehhaar und einer Hahnenhechel.
Hakengrösse 6 bis 12.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Extended-Body Maifliege, mit einem Körper aus farbigem Rehhaar. Diese Fliege schwimmt sehr gut und ist überaus robust.
Hakengrösse 6 bis 12.
Fliege von Thomas Lost. Maifliege, ein eher traditionelles Trockenfliegenmuster. Auch dieses von seinem Aufbau her eher klassische Muster fängt seine Fische. Ich benutze es bei heiklen Forellen oder bei Weißfischen die nach Maifliegen steigen. Weißfische haben kleinere Maulöffnungen, in denen die doch recht großen Haken meiner anderen Fliegen keinen Halt finden. In vielen Fliessgewässern laben sich gewichtige Plötzen am Maifliegenmenü.
Hakengrösse 12 bis 10.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Parachute-Maifliege, liegt tief im Wasser und imitiert sehr gut einen Emerger oder ein Subimago. Ich benutze dieses Muster bei vorsichtigen Fischen die ein extended-Body Fliege abgelehnt haben.
Hakengrösse 10 bis 8.
Foto und Fliege von Mario Mücke. Extended-Body Spent, für den späten Abendsprung unverzichtbar. Die sterbenden, mit ausgebreiteten Flügeln abtreibenden Spents locken im letzten Licht des Tages so manche Großforelle an die Oberfläche. Diese Bindeweise setzt ganz auf die Silhouette der Fliege. Körper aus Foam, Flügel aus Antron-Garn. Alternativ können für die Flügel auch graue CDC-Federn benutzt werden.
Hakengrösse 6 bis 10.


Viel Erfolg beim Binden und Fischen wünscht Euch Mario Mücke.



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