Der Rapfen, ein räuberischer Cyprinide.

Sollten Sie zu den aufgeschlossenen und experimentierfreudigen Fliegenfischern gehören, werden die folgenden Zeilen Ihnen helfen, einen interessanten Raubfisch erfolgreicher zu befischen. Aber auch wenn Sie zu den Puristen gehören, blättern Sie bitte nicht weiter. Sie werden sehen, daß sich neben Äsche, Forelle und Lachs noch eine andere Fischart gezielt mit der Fliege befischen läßt.

Den meisten dürfte der Rapfen als ein launischer, schwer zu fangender Räuber bekannt sein, der in vielen Gewässern Deutschlands vorkommt und sich dort auch lautstark beim Rauben bemerkbar macht. Doch er ist mit den bekannten Techniken und Ködern nur schwer an den Haken zu bekommen. Ideale Lebensbedingungen findet der Rapfen in fast allen Flußsystemen Mittel- und Osteuropas, in von Flüssen durchflossenen Seen und in Kanälen, die die großen Flüsse oft über weite Entfernungen miteinander verbinden. Gerade die künstlichen Wasserstraßen bieten uns hervorragende Möglichkeiten, um den Rapfen gezielt zu beangeln. Die älteren, weniger befahrenen Kanäle sind nicht sehr breit und das Gefälle wird von Wehren und Schleusen reguliert. Diese Engpässe, die die meisten Fische wegen fehlender Fischtreppen nicht überwinden können, bieten die aussichts-reichste Chance, zum Erfolg zu kommen. Leider werden Sie diese Hot Spots selten allein befischen können, wirken solche Konzentrationspunkte doch wie ein Magnet auf alle möglichen Zunftgenossen. Die Bestandsdichte der Fische, wie auch der Angler, ist hier besonders hoch. Mögen Sie es etwas ruhiger, sollten Sie diese Stellen meiden.



Die meisten Rapfen stehen im schnell strömenden Unterwasser oder an Stellen, an denen die Strömung gebrochen ist und sich Kehrwasser bilden. Abweichend von den langsam fließenden Passagen bevorzugt der Rapfen hier ganz eindeutig bestimmte Bereiche. Je nach der Tiefe des Bereiches stehen die Fische am Grund, im Mittelwasser oder im Oberwasser und lauern hier auf kleine Fischchen, die über sie hinweg ziehen. Mitunter verfolgen sie die Beute über einige Meter und man sieht, wie ein Schwarm Kleinfische die Wasseroberfläche durchbricht. Hat der Rapfen Beute gemacht, nimmt er seinen bevorzugten Einstand wieder ein. Ganz ähnlich einer nach Duns steigenden Forelle. Sehr oft konnten meine Freunde und ich beobachten, daß im Frühsommer viele Fische dicht beieinander standen. Die überdurchschnittlichen Fangerfolge in den Monaten Mai, Juni und Juli lassen sich darauf zurückführen, daß die Fische während und nach der kräftezehrenden Laichzeit sehr aggressiv sind und so die angebotenen Köder vehement attackieren. An den Milchnern ist dann auch noch der typische körnige Laichausschlag zu beobachten.



In allen Gewässern in denen der Rapfen heimisch ist, raubt er natürlich auch in den ruhigeren Abschnitten. Dort jedoch nie so regelmäßig und nie so kalkulierbar, wie im turbulenten Unterwasser eines Wehres. Hier haben Sie die besten Chancen einen Rapfen gezielt zu befischen. In den langsamer fließenden Abschnitten streifen die Fische umher und rauben selten in einem eng begrenzten Bereich. Sie verhalten sich sehr vorsichtig und es ist schwierig, hier einen Fisch gezielt zu befischen. Man sieht sie gelegentlich mit großer Geschwindigkeit in die Jungfischschwärme stoßen, um wenige Augenblicke später etliche Meter weiter erneut zuzuschlagen. Zuschlagen ist tatsächlich der richtige Begriff, denn nur so läßt sich annähernd beschreiben, mit welcher Gewalt ein Rapfen von etwa 3 Pfund seine Beute schlägt. Ein anderer sehr interessanter Standort, der Rapfen geradezu magisch anzieht, sind die Buhnen in den Flüssen.

Jene Bollwerke, von Menschenhand gemacht, um die Fließgeschwindigkeit begradigter Flüsse nochmals zu erhöhen, verhelfen vielen Fischarten zu einem neuen Lebensraum. Das Buhnenfeld ersetzt das, was ehemals Altarme, Totwasser und Flußschleifen den Fischen als Biotop boten. Die Fische stehen unterhalb des Buhnenkopfes, genau dort wo die Hauptströmung mit der Drehströmung des Buhnenfeldes zusammen fließt. Hier finden Sie ähnliche Verhältnisse vor wie an einem Wehr. Mit dem Unterschied, daß die Fließgeschwindigkeit nicht so hoch ist, aber genau das ist mit Sicherheit in allen Fällen der entscheidende Punkt. Meine Erfahrung ist: je höher die Strömungsgeschwindigkeit und die Turbulenzen im Wasser, desto größer ist die Chance, einen Rapfen zu fangen. Denn: Die schnelle turbulente Strömung treibt den lauernden Fischen ständig Nahrung zu, so daß sie ihr Revier nicht ständig durchschwimmen müssen. Nahrungskonkurrenten lassen sich leichter tolerieren, die Fische haben weniger Streß. Durch die bewegte Wasseroberfläche ist das Gesichtsfeld der Fische stark eingeschränkt. Störungen von außen (Schatten des Anglers, Schatten der Flugschnur, etc.) veranlassen die Fische nicht zur Flucht. Das Wasser ist ständig optimal mit Sauerstoff angereichert. Für Ihren ersten Pirschgang würde ich Ihnen einen großen Fluß, wie zum Beispiel, die Elbe, die Donau oder die Oder empfehlen. Über weite Strecken finden Sie an diesen Flüssen geeignete Buhnen, die garantiert noch nie mit der Fliege befischt wurden.



Bis zu diesem Punkt haben wir Fliegenfischer aber immer noch keine besseren Karten. Sehen sie sich Ihre Forellenstreamer doch einmal an, kleine unscheinbare Dinger, die in der schnellen Strömung viel zu wenig Volumen haben. Wie sollen diese Fliegen einen Räuber mit einem Durchschnittsgewicht von 3-4 Pfund überlisten? Meine ersten Versuche damit waren auch nicht sehr erfolgreich. Bis ich von einem guten Freund den entscheidenden Tip bekam, (Danke Joachim).

Große Bucktails, Muddler Minnows, Slider oder Popper ab Hakengröße 1 brachten dann die erhofften Erfolge und das nun schon seit einigen Jahren mit schöner Regelmäßigkeit. Sie imitieren am besten ein an der Wasseroberfläche schwimmendes Fischchen und haben die nötige Fernwirkung, um überhaupt bemerkt zu werden. Abgesehen von der Kontur und der deutlichen Bugwelle, scheinen wohl die unsichtbaren Druckwellen einen ungeheuren Reiz auf den Rapfen auszuüben. Einen Reiz, dem er nur selten zu widerstehen vermag. Leider entsprechen die angebotenen Streamer nicht den Anforderungen, die an eine fängige Rapfenfliege zu stellen sind. Auch dem ungeübten Binder wird es nicht schwer fallen fängige Streamer zu kreieren. Hier öffnet sich ein weites Feld, das einlädt das beste Muster im Feldversuch zu bestimmen. Trotz ihrer Größe sind diese Fliegen sehr leicht und lassen sich mit gebräuchlichem Gerät problemlos werfen. Empfehlen würde ich Ihnen eine 9 bis 10 Fuß lange Rute der Klasse 6 - 7 oder 7 - 8. Die meisten Situationen werden Sie damit meistern können. Nur in Ausnahmefällen empfiehlt es sich, noch eine Schnurklasse höher zu wählen. Die Rute sollte eine parabolische Aktion besitzen, denn damit lassen sich große Wurfweiten genauso exakt erzielen wie oft benutzte Trickwürfe. Gerade an dicht bewachsenen Ufern ist zum Beispiel der Rollwurf eine Variante, um überhaupt fischen zu können. Sehr hilfreich ist dabei eine Schwimmschnur mit langer Keule, wie sie von vielen Herstellern angeboten wird. Die beste Schnur ist für mich seit Jahren Lee Wulffs Triangeltaper der Klasse 6/7. Mit ihrer 12 m langen "Keule" und der äußerst dünnen Runningline stellt sie die ideale Synthese zwischen Longbellyschnur und Schußkopf dar. Sie erlaubt weite Würfe mit schweren Fliegen ebenso wie Roll- und andere Trickwürfe. Eine einfache gut bremsende Rolle vervollständigt die Ausrüstung; selbst mein bisher größter Rapfen von 6 Pfund zog nur einige Meter Schnur durch die Ringe.



Für die kurzen, wenig spektakulären Fluchten genügt es, 100 m 20 lbs. Backing unter die Flugschnur zu spulen. Fische ich im turbulenten Unterwasser eines Wehrkessels, benutze ich ein 0,75 m oder 1 m langes Vorfach der Stärke 0,30 mm, in einem ruhigeren Abschnitt ein doppelt so langes 0,25 mm starkes nicht verjüngtes Stück Monofil. Dünnere Vorfächer sind weniger geeignet, da die Kraftübertragung zwischen Flugschnur und Fliege unterbrochen wird. Es kommt zum unerwünschten Ausschlagen des doch recht voluminösen Streamers. Eine genaue Präsentation des Streamers würde sich sehr schwierig gestalten, aber gerade das ist sehr wichtig, um die Fliege im Aktionsradius des raubenden Fisches anzubieten. Wie Sie Ihren Streamer präsentieren, hängt von Ihrem Standort und natürlich vom Standplatz der Fische ab. Prinzipiell ist natürlich jeder Service möglich. Um aber die Fische nicht unnötig zu beunruhigen, sollten Sie den zu beangelnden Bereich einige Zeit beobachten. Oftmals lassen sich raubende Rapfen lokalisieren. Haben Sie einen raubenden Fisch ausgemacht, versuchen Sie ihn sofort anzuwerfen. Möglichst so, daß zuerst die Fliege in sein Gesichtsfeld driftet. In den schnellen Partien drückt die Strömung sofort in die Schnur und die Fliege furcht an der Oberfläche. Über Rute und Schnurhand geben Sie dem Streamer zusätzlich Leben. Variieren Sie die Einholgeschwindigkeit und achten Sie darauf, ob ein Fisch die Fliege verfolgt. Zeigt ein Fisch Interesse, läßt er sich oft beim nächsten Wurf überlisten. Ein großer Streamer läßt sich sehr gut an der Wasseroberfläche verfolgen und es ist ungeheuer spannend, wenn plötzlich die Fliege in einem Schwall verschwindet. In den meisten Fällen schlägt sich der Rapfen selbst an, bzw. die an der Oberfläche furchende Fliege und der Zug der eingestrippten Schnur reichen aus, um den Haken in das Fischmaul zu treiben. Wenn Sie unbedingt jeden gefangenen Fisch in Ihren Händen halten müssen, brauchen sie natürlich noch einen geräumigen Kescher. Waidgerechter ist es in jedem Fall, widerhakenlos zu fischen. So können Sie die Fliege schnell und schonend lösen und der Kescher erübrigt sich. Denken Sie bitte immer daran, daß auch die Bestände der Rapfen in Deutschland rückläufig sind und jeder gefangene Fisch so vorsichtig wie nur irgend möglich zurückgesetzt werden sollte.



Mit seinen 144 Zwischenmuskelgräten zählt der Rapfen nicht zu den Tafelfreuden eines Feinschmeckers. An der Fliegenrute, stellt der einzige überwiegend räuberisch lebende Cypriniede, jedoch eine echte Herausforderung dar. Gerade im an Salmonidengewässern armen norddeutschen Flachland bieten sich sehr viele wirklich gute Möglichkeiten. Wo hat man sonst noch die Chance, Fische mit einem Durchschnittsgewicht von 3-4 Pfund regelmäßig mit der Fliegenrute zu überlisten? Der größte mir bekannte Rapfen wog nachweislich 10,3 kg, bei einer Länge von 95cm. Gefangen wurde er 1974 in der Spree im Stadtgebiet von Berlin.

POPPER und SLIDER

Fliegen gibt es zu Hunderttausenden, sie schlummern in Fliegendosen und manchmal auch in den Köpfen ihrer Binder. Jedes Jahr werden neue Fliegen erbunden und erfunden. Doch werden sie auch wirklich gefischt? Wer weiß das schon. Einen Namen erhalten sie fast immer. Meine Fliegen haben keine Namen. Warum? Ich könnte sie mir sowieso nicht merken. Verliere ich eine Fliege, habe ich auch meist schon vergessen, welche Materialien ich verwendet habe. So entstehen jedes Jahr immer wieder neue Muster, in der Hoffnung, es würde sich eines Tages einmal lohnen, einer einen Namen zu geben und diesen meinen Freunden mitzuteilen. Ich binde Fliegen, weil ich Spaß daran habe. Genauso ist es auch mit den Fliegen, die ich Euch jetzt vorstellen möchte. Hier in Mitteleuropa wird mit diesen Fliegen selten gefischt, da nur wenige Raubfische regelmäßig oberflächenorientiert Nahrung auf nehmen. Ich benutze sie fast ausschließlich, um die hier in Brandenburg so zahlreichen Rapfen zu befischen. An einem Stahlvorfach montiert, ließen sich mit diesen Fliegen auch flach stehende Hechte befischen.

Sie gehören in die große Gruppe der Popper und Slider, die wiederum den Streamern zuzuordnen sind. Popper und Slider imitieren Beutetiere, die an der Wasseroberfläche schwimmen, und reizen durch ihre spezielle Anbietetechnik einen Großtierfresser zum Biß. Der entscheidende Unterschied zu anderen Streamern ist ihr Auftriebskörper. Popper und Slider sollen auf der Wasseroberfläche schwimmen, so entfalten beide am besten ihre Reize. Dies wird durch einen Auftriebskörper aus Foam oder Rehhaar erreicht. Läuft dieser spitz zu, sprechen wir von einen Slider, läuft er flach aus, von einem Popper. Der Slider läuft dann optimal, wenn er auf der Wasseroberfläche das typische V hinter sich herzieht. Ein Popper erzeugt bei ruckartiger Führungsweise Blasen und ein charakteristisches Ploppen. In beiden Fällen werden Druckwellen erzeugt, die einem flüchtenden oder verletzten Kleinfisch sehr ähnlich sind. Die Fernwirkung der Druckwelle wirkt gerade in schnellen und turbulenten Strömungsabschnitten, wie sie oft unterhalb von Wehren anzutreffen sind. Aus diesem Grund sind Popper und Slider auch herkömmlichen Streamern beim Rapfenfischen überlegen.

Mit einer 6/7/8 Rute und einer schwimmenden Keulenschnur ist man den voluminösen Ködern und auch den zu erwartenden Fischen werferisch und im Drill gut gewachsen. Das Vorfach sollte ca. 100 cm lang sein und einen Spitzendurchmesser von 0,25 mm nicht unterschreiten. Ich führe beide Muster schnell und aggressiv. Ihre Wirkung läßt sich sehr gut am Strömungsbild auf der Wasseroberfläche beurteilen und entsprechend korrigieren.

Materialliste:

Haken: Kamasan B940 Gr.2, 1, 1/0, 2/0. Partridge D4A oder CS11GRS Gr.2, 4, 6 oder ähnliche dünndrähtige Haken.
Bindeseide: Gr. A oder Allround 6/0 in schwarz oder rot
Köpfe: Bisher benutzte ich konische Foamköpfe aus den USA. Diese brauchten nur noch auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden. Je nachdem wie herum sie geklebt werden, ergeben sie Popper oder Slider. Einfacher läßt sich Rainy,s Popper Foam (erhältlich bei Brinkhoff) verarbeiten. Schwimmer/Posen lassen sich mit Hilfe von Messer und Feile ebenso zu Auftriebskörpern umarbeiten.
Rehhaar ist ein in jedem Bindekoffer vorhandenes Material, daß sich sehr gut als Auftriebskörper eignet. Die Farbe ordnet sich auch hier der Funktion unter.
Schwingen/Schwanz: Bucktail, Kalbschwanz, 4-5 Fäden Spectraflash Hair pearl oder Krystal Hair
Körper: Spectraflash Chenille - pearl, eine große Hahnenhechelfeder - grizzly oder ohne Körper und Hechel

Bindeanleitung: Foamfliegen

Beim Haken B940 zuerst alle Widerhaken andrücken (B940 ist ein Wurmhaken) so wird der Bindefaden nicht beschädigt. Grundwickelung mit Bindeseide über die gesamte Schenkellänge vom Öhr zum Bogen winden, Schwanz aus Bucktail oder Kalbschwanz einbinden, kurzen Körper mit Chenille formen (1/3 bis der Hakenschenkellänge), Schwinge aus Bucktail einbinden (Körper und Schwinge kann auch weglassen werden), Hahnenhechel einbinden, jedoch noch nicht um den Schenkel winden.
Rainy,s Popper Foam ist sehr weich und läßt sich mit einem dickeren Faden einfach einbinden. Zuerst den Foamzylinder in die passende Länge schneiden, dann das Ende zur Schwinge hin einbinden. Es entsteht eine unschöne Unebenheit, die mit der Hahnenhechel überwickelt wird. Hahnenhechel sichern, Faden unter dem abstehenden Foam hindurch zum Öhr winden. Jetzt könnt Ihr euch entscheiden: Popper oder Slider. Soll es ein Slider werden wird das Foam fest eingebunden. Unter dem Zug der Bindeseide formt sich eine runde Nase. Soll es ein Popper werden den Bindefaden nur so fest ziehen, daß sich der Zylinder nicht verformt und am Hakenschenkel anliegt. Einige Schläge um das Öhr und der Abschlußknoten kann gewunden werden, mit wasserfesten Stiften Augen aufgetragen oder mit Nagellack farblich gestalten, Knoten und Faden auf der Unterseite des Kopfes mit Lack sichern. Fertig.



Bindeanleitung: Rehhaarfliegen

Ich binde die Rehhaarmuster immer etwas kleiner als die Foamfliegen. So lassen sie sich auch noch gut werfen, wenn sie etwas Wasser aufgenommen haben.
Haken: Partridge D4A oder den Salzwasserhaken Partridge CS11GRS, Gr.2, 4, 6
Bindeseide nur kurz vor dem Bogen festlegen, Schwanz aus Calftail einbinden, kurzen Körper mit Chenille formen (1/4 bis 1/3 der Hakenschenkellänge), Rehhaar in kleinen Portionen einbinden, immer wieder fest zusammenschieben, auf dem blanken Hakenschenkel verdreht sich das Rehhaar schön gleichmäßig, so bildet sich eine "Frisur", die nur noch in die gewünschte Form (Popper - flach / Slider - spitz) geschnitten werden muß, vor dem Trimmen den Abschlußknoten nicht vergessen, mit Lack sichern. Fertig.

Die Farben der Bindematerialien sind zweitrangig. Ich binde jeweils einige Streamer in natürlichen Farbkombinationen (weiß, silber, pearl, schwarz, braun) und einige in auffälligen Schockfarben (rot, gelb, hot-orange, pearl). Der Purist der seine Fliegen nur aus natürlichen Materialien bindet, wird mit Rehhaar zum gleichen Ziel kommen. Etwas aufwendiger, aber mit dem gleichen Spaß am Fliegenbinden. Und nicht vergessen: bitte keine Namen erfinden, geht lieber fischen!

Noch ein Tip für die, die noch nicht so fix im Fliegenbinden sind oder denen die Bindematerialien fehlen. Ein Auftriebskörper vom Plattfischangeln, auf den Kopf der ans Vorfach gebundenen Fliege geschoben ergibt auch eine recht passable Rapfenfliege.



Im Rahmen dieses Beitrages konnten leider nicht alle Aspekte, die dieser weit verbreiteten Spezies betreffen, berücksichtigt werden. Sollten Sie noch weitere Fragen, Anregungen oder Bemerkungen dazu haben, senden Sie mir eine E-Mail.

Viel Spass beim Fischen und Binden: Mario Mücke.

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