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Harte Arbeit - kann Spaß machen und handfeste Erfolge vorweisen!

Auf Anregung des Landesanglerverbandes Brandenburg baute der Wasser- und Bodenverband "Prignitz" im Zuge von Revitalisierungsmaßnahmen einen Salmonidenlaichplatz in der Dömnitz, einem Zufluss zur Stepenitz. Das war im Dezember 2002. Aus technischen Gründen (der eingesetzte Bagger hatte nicht genügend Auslage und Arbeitskräfte zum Nacharbeiten von Hand waren nicht verfügbar) wurde die Kiesschüttung am rechten Ufer zu schwach ausgeführt und nicht bis über die Mittelwasserlinie hochgezogen. Das nächste Hochwasser folgte dem Weg des geringsten Widerstandes. Es entstand eine Umläufigkeit auf der rechten Seite.

Um das angeschlagene "Bauwerk" zu retten, bastelte unser Gewässerwart im März 2003 eine kleine Dreiecksbuhne als Sofortmaßnahme. Diese sollte die Strömung von dem Uferabbruch ablenken, hatte aber keinen sehr großen Effekt. Im Sommer kam die Natur seinen Bemühungen zu Hilfe. Ein Sturm brach einige starke Äste von den umstehenden Pappeln ab. Diese landeten, zusammen mit noch mehr Totholz und Buschwerk, im Kolk, was zunächst eine merkliche Strömungsberuhigung und schließlich den Uferabbruch zum Stehen brachte. Der Zustand war aber immer noch unbefriedigend, weil das Kiesbett nur schwach überströmt und deshalb von den Fischen nicht angenommen wurde. Zudem lagen vor Ort immer noch zwei große Haufen Laichkies und Kartoffellesesteine. Diese waren bei der Aktion des Wasser- und Bodenverbandes übrig geblieben, weil die eingesetzte schwere Technik irgendwann in der weichgründigen Bachaue nicht mehr fahren konnte.
Als Verein haben wir uns dann gemeinsam des Problems angenommen und den Kolk bei unserem "Adventsspaziergang" im Dezember 2004 mit dem vorhandenen Material weiter aufgefüllt. Dabei hatten wir zwar keine Probleme mit dem wenig tragfähigen Boden, konnten aber in "reiner Handarbeit" auch keine großen Massen bewegen. Das Ergebnis sah trotzdem schon ganz gut aus und geschafft waren wir auch.

Im Dezember 2005 folgte dann der zweite Einsatz. Diesmal stand uns Mirko mit seiner privaten Technik zur Seite. Die war nicht so schwer wie die vom Wasser- und Bodenverband, und schaffte den Materialtransport auch im schwierigen Gelände problemlos. Wie man sieht, waren wir auch dieses Mal ganz schön platt, hatten aber viel mehr geschafft!

Das Hochwasser vom letzten Februar konnte unserer "spawning-riffle" dann nicht mehr viel anhaben, wie das Bild vom März 2006 zeigt. Jetzt können die Fische endlich kommen!
Dem Eigentümer des Gutes Groß Langerwisch, Herrn von Möller, der uns die Zufahrt zur Baustelle über seinen Grund und Boden gewährte, danken wir auf diesem Wege recht herzlich für sein Entgegenkommen.

Text und Fotos: Uli Thiel / Fario e.V.

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