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Dossewehr Rossow abgerissen
Nach dem Rückbau der weitgehend verfallenen Wehre bei Friedrichsgüte und Baumannsbrücke in den Jahren 2001 und 2003 hat der Wasser- und Bodenverband "Dosse-Jäglitz" mit dem Rossower Wehr nun erstmals eine noch voll funktionsfähige Stauanlage in der Dosse abgerissen und durch eine flach geneigte Sohlgleite ersetzt.
Die Finanzierung erfolgte im Rahmen des Landesprogramms zur "Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes". Im Ergebnis der durchgeführten Maßnahmen wurde die Wasserrückhaltung in der von Niedermooren geprägten Flussaue verbessert, die Durchgängigkeit des in den 60er Jahren begradigten und ausgebauten Flusslaufes auf einem 5 km langen Teilabschnitt wiederhergestellt und dieser gleichzeitig strukturell aufgewertet. So entstanden auf einer Fläche von 800 m2 neue Laich- und Jungfischhabitate für Döbel, Hasel, Barben, Elritzen, Äschen, Neunaugen und Forellen. Der zusätzliche Lebensraum wird von den Fischen meist schon nach kurzer Zeit "dankbar" angenommen, wie Fabian V. in seiner Diplomarbeit zeigen konnte.
Der Wasser- und Bodenverband "Dosse-Jäglitz" beabsichtigt, künftig noch weitere Dossewehre zu Sohlgleiten umzubauen. Zunächst ist für dieses Jahr der Rückbau des Wehres Fretzdorf I (das ist das Wehr unmittelbar an der A 24) vorgesehen. Im Anschluss daran soll das Wehr Teetz folgen. Die bereits durchgeführten und noch geplanten Revitalisierungsmaßnahmen lassen für die nächsten Jahre einen deutlichen Aufwärtstrend beim Fischbestand und damit auch eine zunehmend bessere Fischerei erwarten. Nicht zuletzt ist der Dosseabschnitt zwischen Fretzdorf und Wulkow aber auch landschaftlich reizvoll und schon deshalb immer einen Besuch wert.
Ulrich Thiel / LAVB

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