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Biber an der Dosse.
Mit großer Freude beobachteten wir vor 6 Jahren die ersten Spuren des heimischen Nagers an der Dosse. Inzwischen wurden einige Alttiere und im letzten Jahr auch drei Jungtiere beobachtet. Praktisch von der Autobahnbrücke an der Grenze zu MV bis hinab zur Mündung in die Havel ist der Biber nachweisbar. In aller Regel ist Castor fiber selber kaum zu beobachten, da er überwiegend in der Dämmerung und in der Nacht sein Revier durchstreift. Um so besser lassen sich seine Fraßspuren an Gehölzen beobachten. Dabei fällt so mancher stattlich gewachsene Baum quer über die Dosse. Die freundlichen Herren vom Gewässer- und Bodenverband bemühen sich jedes Mal mit großem Aufwand an Mensch und Material, Schaden vom Gewässer und der Landschaft fern zu halten und entfernen auch frische gefallene Bäume sofort. Da der Biber keinen Winterschlaf hält, muss er auch im Winter fressen. Dabei bevorzugt er Weichhölzer wie Weide, Pappel und Espe, macht aber auch vor Birken und Erlen nicht halt. An der Dosse fehlt weitgehend eine Ufer- bzw. Auenpflanzung. "Zum Glück" werden einige Angler sagen, lässt es sich doch ohne Bewuchs gut angeln. Unsere Dossebiber fressen aber auch die mühsam angepflanzten Gehölze, die für das Bachbiotop so wichtig sind. Um die jungen Bäume zu schützen, haben wir bei zwei Arbeitseinsätzen begonnen, sie mit einem Netz aus Draht zu schützen. Den Biber wird das nicht stören, denn wenn das Futter knapp wird, sucht er sich ein neues Revier.
Bitte macht einen großen Bogen um die Biberburgen, denn der Biber ist immer noch eine gefährdete Art. Und mein ganz persönlicher Hinweis an die "Schädlings-Fraktion": Biber fressen keine Fische.
Text: Mario Mücke; Fotos: Naturkundemuseeum, Ralph Hertling

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