ZURÜCK ZU SEITE
Sohlgleite Baumannsbrücke Sohlgleite Friedrichsgüte
Erhebungen des Fischbestandes zur ökologischen Bewertung der Sohlgleiten. Erhebungen des Fischbestandes zur ökologischen Bewertung der Sohlgleiten.

Am 4. April fanden im Rahmen meiner Diplomarbeit die ersten Erhebungen des Fischbestandes der Dosse statt. Diese Erhebungen wurden in den Bereichen der neuerbauten Sohlgleite an der Baumannsbrücke und an der Sohlgleite Friedrichsgüte durchgeführt. In meiner Diplomarbeit sollen diese Bauwerke einer ökologischen Bewertung unterzogen werden.

Thomas, Fabian, Peer und Micha an der Messstation. Bachforelle (Salmo trutta fario)

Ich hatte natürlich einige Erwartungen bezüglich der Fischarten und deren Individuenzahl. Würde sich ein Bild ergeben, das dem Artenspektrum entspricht, wie es in jedem Lehrbuch nachzulesen ist oder sind schon anhand der vorkommenden Fischarten Beeinträchtigungen am Gewässersystem erkennbar? In den Bereichen des Untersuchungsgebietes ist die Dosse auf Grund ihres Charakters der Forellenregion und/oder Äschenregion zu zuordnen.

Elritze (Phoxinus phoxinus) Gründling (Gobio gobio)

Am Ende des Tages konnte ich beruhigt feststellen, dass alle meine Erwartungen hinsichlich der Fischlebensgemeinschaften erfüllt wurden. Es konnten alle wichtigen Leitarten der Forellenregion und der Äschenregion eines Baches nachgewiesen werden. Da sind neben der Bachforelle (Salmo trutta fario) und der Äsche (Thymallus thymallus) natürlich mehrere Kleinfischarten, wie Elritze (Phoxinus phoxinus), Bachschmerle (Barbatula barbatula) und Hasel (Leuciscus leuciscus), die teilweise mit sehr großer Individuenzahl gefangen wurden, zu nennen. Diese charakterisierenden Kleinfischarten stehen in den Roten Listen und sind alle mindestens als "gefährdete Art" eingestuft.

Bachschmerle (Barbatula barbatula) Äsche (Thymallus thymallus)

Das Erfreuliche bei den Bachforellen, Äschen und Elritzen war, dass entweder laichreife Elterntiere und/oder Jungfische aus der letzten Laichsaison gefunden wurden. Dies zeigt, das die Dosse diesen Fischarten und ihren Ansprüchen, zumindest in einigen Teilstrecken, gerecht wird. Der Nachweis eines anderen wichtigen Charakterfisches der Forellenregion, der Koppe (Cottus gobio), gelang jedoch nicht. Die Koppe gilt leider seit einigen Jahren in der Dosse als "verschollen oder ausgestorben". Das ist aber auch der Hinweis darauf, das noch einiges an der Dosse getan werden muss, um die Natürlichkeit des Flusses mit all seinen Lebensgemeinschaften und Lebensräumen wieder herzustellen.

Einige Plötzen (Rutilus rutilus), viele Gründlinge (Gobio gobio), Hechte (Esox lucius), ein Bitterling (Rhodeus sericeus amarus), dreistachlige Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) und neunstachlige Stichlinge (Pungitius pungitius) wurden ebenfalls gefangen.

Hasel (Leuciscus leuciscus) Hecht (Esox lucius)

Ich bedanke mich bei all denen, die mich an diesem Tag unterstützt haben und mit Rat und Tat zur Seite standen.
Text: Fabian V.

ZURÜCK ZU SEITE
-- STARTSEITE --

© 2002 - 2007 www.farioev.de