Lachse in Brandenburg.
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Brandenburger Lachsprojekt - Laichaufstieg im Jahr 2007 so gut wie lange nicht

Seit 1997 wird im Land Brandenburg an der Wiedereinbürgerung von Lachsen und Meerforellen gearbeitet. Besatzmaßnahmen erfolgen seit 1999 in der Stepenitz im Landkreis Prignitz und seit 2004 auch in der Pulsnitz, Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Nach dem Anfangserfolg im Jahr des Elbe-Hochwassers 2002, damals waren mindestens 50 Lachse und 30 Meerforellen zum Laichen in die Stepenitz zurückgekehrt, hatten die Rückkehrerzahlen in den vergleichsweise trockenen Jahren 2003 bis 2006 deutlich unter den Erwartungen gelegen. Doch dieses Jahr hat der regenreiche, kühle Sommer und die hohe Wasserführung der Elbe offenbar zu einem vermehrten Aufstieg von Lachsen und Meerforellen geführt. So wurden bereits im Juni an der Havelmündung mehrere Lachse und Meerforellen gefangen. Der erste Meerforellennachweis in der Stepenitz gelang am 28. September, die ersten Lachse wurden dort am 12. Oktober beim Elektrofischen gefangen. Bei den vom Institut für Binnenfischerei und Landesanglerverband gemeinsam durchgeführten Kontrollbefischungen, an denen mehrfach Mitglieder unseres Vereins als Helfer teilnahmen, wurden bisher insgesamt 19 Lachse und 26 Meerforellen gefangen, vermessen und ins Oberwasser der Staustufe Perleberg umgesetzt. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass bei der E-Fischerei im Unterwasser der Staustufe jeweils nur ein Teil der Aufsteiger erfasst wird. Die meisten Fische finden, wie aus früheren Untersuchungen bekannt ist, den Fischpass am Mühlenwehr ohne Probleme, und entziehen sich damit der Registrierung. Übrigens war der größte bislang registrierte Lachs, ein Milchner, 95 cm lang und wog 6,5 kg. Die größte Meerforelle, ebenfalls ein Milchner, brachte es bei einer Länge von 72 cm auf 4,3 kg. Die Kontrollbefischungen sollen noch bis Weihnachten im wöchentlichen Turnus fortgesetzt werden. Die Verantwortlichen sind deshalb zuversichtlich, dass sich die Gesamtzahl an Großsalmoniden noch erhöhen wird. Auch aus dem Süden des Landes Brandenburg, von der Schwarzen Elster, ist ein Erfolg zu vermelden. Nachdem dort bereits im Oktober diesen Jahres ein weiblicher Lachs geangelt und zurückgesetzt worden sein soll, gelang es am 8. November einem Team von Mitarbeitern des Instituts für Binnenfischerei und des LAVB, unterstützt von Mitgliedern regionaler Anglerverbände, in der Pulsnitz einen männlichen Lachs von 67 cm Länge und einer Masse von 2 kg zu fangen. Damit ist seit fast hundert Jahren erstmals wieder ein Atlantischer Lachs im Flussgebiet der Schwarzen Elster nachgewiesen worden. Es bleibt zu hoffen, dass die Rückkehr von Salmo salar in die Schwarze Elster, ehemals einer der am stärksten verschmutzten Flüsse Europas, dazu beiträgt, dass die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und zur Beseitigung von Wanderhindernissen endlich umgesetzt werden.
Petri Heil wünscht Ulrich Thiel
Fotos: Manfred Ulbert

 
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