Lachse in Brandenburg.
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Brandenburger Lachsprojekt - Was passierte im Jahr 2008?

Bei den Kontrollbefischungen in der Stepenitz wurden 2008 insgesamt 19 Lachse und 51 Meerforellen gefangen. Die Gesamtzahl der Rückkehrer seit 2002 hat sich damit auf 128 Lachse und 173 Meerforellen erhöht. Der größte Lachs der Saison, ein Milchner, war 102 cm lang und 8,59 kg schwer und damit gleichzeitig der größte Rückkehrer seit Projektbeginn. Das Durchschnittsgewicht der Lachse betrug 3,68 kg. Die größte Meerforelle, ebenfalls ein Milchner, war 78,5 cm lang und wog 5,35 kg. Das Durchschnittsgewicht der Meerforellen lag bei 2,31 kg. Besonders erfreulich: Die bereits früher geäußerte Vermutung, wonach die Gesamtzahl der Aufsteiger zwei- bis dreimal so hoch ist wie die Anzahl der bei den Elektrobefischungen gefangen Exemplare, konnte zumindest für die Meerforellen durch ein Markierungsexperiment bestätigt werden. Auch von den beiden anderen Projektgewässern gab es 2008 Erfolge zu vermelden. In der Pulnitz, einem Zufluss der Schwarzen Elster in Südbrandenburg, der seit 2004 jährlich mit Lachsen besetzt wird, wurden im Herbst 2008 drei Lachse als Rückkehrer nachgewiesen. Im äußersten Norden Brandenburgs, in der Uckermark, wo seit 2001 Meerforellenbesatz in den Uecker-Zuflüssen Köhntop-Bach und Mühlbach erfolgt, gelang auch 2008 wieder der Nachweis einer zum Laichen aufgestiegenen Meerforelle. Dem Fisch war es offenbar gelungen, das unüberwindliche Wehr im vorpommer'schen Torgelow über einen vorhandenen Umfluter zu umgehen. Die Mehrzahl der Rückkehrer dürfte allerdings wieder an dem Hindernis gescheitert sein, weil die Fische den Einstieg zu dem Umgehungsgerinne wegen fehlender Leitströmung nicht finden. Das zuständige Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Ueckermünde hat inzwischen eine neue Machbarkeitsstudie/Vorplanung vorgelegt, und es gibt auch schon konkrete Vorstellungen, wie die Umgestaltung der Wehranlage zur Verbesserung der Passierbarkeit für Fische und Neunaugen finanziert werden soll. Die Wiederansiedelung der Wandersalmoniden lebt nicht nur vom Geld der Angler (die Besatzmaßnahmen werden aus der Fischereiabgabe gefördert und vom Landesanglerverband kofinanziert), sondern auch u nd vor allem von der unentgeltlichen Arbeit vieler Freiwilliger. Fario-Mitglieder leisteten 2008 insgesamt 332 ehrenamtliche Arbeitsstunden um Lachs und Meerforelle wieder heimisch zu machen. Der Vereinsvorstand bedankt sich auf diesem Wege bei allen Aktiven für ihren Einsatz.
Petri Heil wünscht Ulrich Thiel
Fotos: Mirko Doll / S. Zahn

 
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