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Wasser- und Bodenverband "Dosse-Jäglitz" und Fario e.V. gemeinsam für Strukturverbesserungen an der Dosse
Unterhalb der Scharfenberger Mühle bei Wittstock hat die Dosse in den letzten Jahren eindrucksvoll gezeigt,
was trotz aller wasserbaulichen Sünden der Vergangenheit noch immer an Dynamik in ihr steckt. Der Wasser- und
Bodenverband "Dosse-Jäglitz" hatte die Gewässerstrecke zwischen dem Scharfenberger Wehr und Goldbeck auf
ausdrücklichen Wunsch des Landesanglerverbandes seit Ende der 1990er Jahre nicht mehr regelmäßig unterhalten.
So konnten sich, durch die strömungslenkende Wirkung einwachsender Pflanzenbestände, allmählich wieder
naturnahe Strukturen ausbilden. An mehreren Stellen entstanden Uferabbrüche, wovon u.a. auch der Eisvogel
profitierte, der für den Bau seiner Brutröhren auf Steilufer angewiesen ist.
Die naturnahe Entwicklung des Bachlaufes, so erfreulich diese aus fischereilicher und gewässerökologischer
Sicht auch ist, fand erwartungsgemäß nicht bei allen Akteuren ungeteilte Zustimmung. Vor allem der örtliche
Landwirtschaftsbetrieb befürchtete Nachteile durch den fortschreitenden Verlust landwirtschaftlicher Nutzfläche.
Um das bisher Erreichte nicht zu gefährden, musste ein Kompromiss gefunden werden. Wir schlugen dem Wasser- und
Bodenverband vor, die größten Uferabbrüche mit Laichkies aufzufüllen, um auf diese Weise die Erosion zu
verlangsamen und gleichzeitig wertvolles Laichsubstrat ins Gewässer zu bringen. Nach entsprechender Vorabstimmung
erfolgte die Maßnahme am 14. und 15. Januar 2010 im Rahmen der regulären Gewässerunterhaltung. An zwei Stellen
wurden vom Wasser- und Bodenverband insgesamt 190 t Laichkies, die unser Verein, der Farioe.V. finanzierte, eingebaut.
Von den neu geschaffenen Laichmöglichkeiten werden Bachforellen, Hasel, Elritzen, Bachneunaugen und vielleicht
auch Äschen profitieren; vorausgesetzt natürlich, Kormoran & Co. haben ein paar Laichfische übrig gelassen.
Fotos und Text: Uli Thiel Gewässerwart Fario e.V.
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